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So wird das nix mit der digitalen Verwaltung – aber was können wir tun?Zoom Button

Foto: Ronny Barthel, Informationen zu Creative Commons (CC) Lizenzen, für Pressemeldungen ist der Herausgeber verantwortlich, die Quelle ist der Herausgeber

So wird das nix mit der digitalen Verwaltung – aber was können wir tun?

So wird das nix mit der digitalen Verwaltung – aber was können wir tun?

  • Unternehmen können durch Eigenantrieb die #Digitalisierung meistern und dem Staat dabei helfen

Essen, 18. August 2023

Die globale Digitalisierung schreitet stetig voran und macht große Fortschritte. Eine der jüngsten Entwicklungen ist die Verwendung von Künstlicher Intelligenz für Produkte, die in der breiten Masse angesiedelt sind, zum Beispiel #ChatGPT. Aber Deutschland ist, was Digitalisierung angeht, nicht gerade führend. Vor allem im öffentlichen Sektor macht sich dies bemerkbar. Bei einer Bewertung der Bereitstellung digitaler öffentlicher Dienste (eGovernment Benchmark) in der EU landet Deutschland von allen 27 EU Staaten nur auf Rang 18. Das ist sogar noch unter dem Durchschnitt aller Länder. Digitalexperte Richard Seidl hält dies für ein #Armutszeugnis. »Es kann nicht sein, dass die größte #Volkswirtschaft der EU in Sachen Digitalisierung immer weiter nach unten durchrutscht. Die negativen Effekte davon werden wir noch lange spüren«, sagt er.

Probleme sieht er vor allem in der Reduzierung von Budgets für die Förderung der Digitalisierung. Zudem hält er den Föderalismus in Deutschland mit seinen Regulierungen, die einem Flickenteppich gleichen, für einen großen Hemmschuh. »Es gibt in 16 Bundesländern selten Übereinstimmung und oftmals sind unterschiedliche IT Systeme sogar inkompatibel.« Vor allem in der öffentlichen Verwaltung hakt es stark. »Das wird täglich schlimmer«, so Seidl. Was fehlt seien #Kompetenz und vor allem der Wille zur #Veränderung.

Aber was können wir tun? Darauf zu warten, dass der Staat hier die Rahmenbedingungen schafft, führt zu nichts. So bleibt nur: Selbst die Initiative ergreifen und nicht auf staatliche Impulse warten. Je mehr Firmen dies tun, desto mehr kommen Bund und Länder in Zugzwang und müssen nachziehen. Oder auch nicht, aber es steigert die Chance.

»Wir können den Staat als eine Art #Software #Legacy System mit alten Schnittstellen und Prozessen betrachten« sagt Seidl. Wie bei Software auch, können wir das alte System kapseln und rundherum etwas Neues schaffen. Diese Metapher hilft uns vielleicht, digitale und innovative Unternehmen weiterzuentwickeln und mit dem Staat nur lose zu koppeln. »Wer weiß, vielleicht erzeugt dies einmal einen Sog, dem sich auch die öffentliche Verwaltung nicht mehr entziehen kann«, so Seidl.

Richard Seidl Consulting GmbH

Richard Seidl wurde 1980 in Wien geboren. Schon früh befasste er sich mit digitalen Medien und all ihren Möglichkeiten. Fasziniert von Computern und deren Technologie, macht er später seine Leidenschaft zum Beruf und wird Software Entwickler. Als Anfang der 2000er Jahre agile Projektmethoden entwickelt werden, verlegt er seinen Fokus. Als #Experte und #Kommunikator zwischen der #Technologie und den Menschen mit ihren Werten, Glaubenssätzen und Bedürfnissen ist er seit Jahren gefragter Redner auf Konferenzen und Kongressen. Zudem hat er mehrere Bücher und eine Vielzahl an Artikeln verfasst. Derzeit lebt Richard Seidl in Essen und unterstützt Unternehmen, Teams und Führungskräfte bei den Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt. Mehr

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